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Die Firma BAeR-Agentur für Bodenaushub GmbH befasst sich seit vielen Jahren u. a. mit der Verwertung und Entsorgung von schadstoffbelasteten Böden, Ausbaumaterialien und anderen Stoffen.Während unserer langjährigen abfallrechtlichen Betreuung vieler Baumaßnahmen fiel immer wieder auf, dass im Zuge von Tief- und Straßenbaumaßnahmen häufig Ausbaustoffe anfallen, die schadstoffbelastet sind.

Eine der möglichen Verwertungsmethoden für diese Ausbaustoffe ist die Bindung der Schadstoffe an die jeweilige Matrixsubstanz. Durch die Bindung wird eine Immobilisierung der Schadstoffe erzielt.Der Abtransport von Ausbaustoffen bindet enorme Ausbau- und Transporttechnik. Die Entsorgung verschlingt wertvollen Deponieraum. Beides verursacht für den Bauherrn erhebliche Kosten.Nach dem Ausbau ist der Antransport neuer Einbaumaterialien zwingend notwendig. Es müssen also im gleichen Umfang Frostschutz, Schotter, Splitt, Pflastersteine, Bitumen und andere Baumaterialien herangefahren werden. Der Neuerwerb dieser Stoffe verringert die natürlichen Rohstoffaufkommen und erhöht die Baugesamtkosten zusätzlich.

Die Grundidee, die zur Entwicklung des ökologischen Wegebaues führte, war die konsequente Anwendung des Prinzips des Kreislaufwirtschafts-, Abfallgesetz [Vermeidung vor Verwertung vor Beseitigung].Der vorhandenen Baukörper soll komplett wieder verwendet werden. Als Bindemittel findet ein Gesteinsmehl in der Körnung 0-90 µm, das als Abfallprodukt der Schotter- und Splittgewinnung entsteht, Verwendung.
Der vorhandene Baukörper wird auf die erforderliche Schichtdicke mit Hilfe einer Spezialfräse aufgefräst. Über die Parameter Drehzahl und Fahrgeschwindigkeit werden der Grad der Zerkleinerung des Baukörpers und die Homogenisierung des gleichzeitig zugegebenen Bindemittels bestimmt. Schadstoffe wie Chlorid, Sulfat, PAK oder Schwermetalle, die sich im alten Baukörper befinden, werden zuverlässig immobilisiert.
Sind im Baukörper Steine größer 63 mm vorhanden, kann ein Brecher vor die Fräse geschalten werden, der die gewünschte Korngröße herstellt.

Ein weiterer ökologischer Gedanke liegt in der Anwendbarkeit des Verfahrens auf land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen sowie in sensiblen Bereichen z. B. in Nationalparks, Landschafts- und Trinkwasserschutzgebieten.
Das zugegebene Bindemittel ist ein natürlicher Rohstoff. Somit ist eine Beeinträchtigung der örtlichen Gegebenheiten nicht vorhanden.

Das Verfahren eignet sich hervorragend für die temporäre Befestigung von Wegen und Flächen wie zum Beispiel Baustraßen, Wartungsstraßen entlang von Versorgungsstraßen, Lagerplätzen, temporären Parkplätzen (Events).
Wird die Fläche oder der Weg nicht mehr benötigt, steht dieser nach erneutem Auffräsen wieder zur Begrünung oder als Ackerland zur Verfügung.